Ein kurzer Blick in die Geschichte

Wie alles auf fürstliche Initiative hin begann

Auf Initiative der Fürstin Helene von Waldeck und Pyrmont wurde 1872 in Helsen mit dem „Sophienheim“ ein erster Arbeitszweig eröffnet: ein Waisenhaus für zwölf Landmädchen. Die Erzieherinnen des Hauses, junge evangelische Frauen aus dem Waldecker Land, betreuten zugleich die alten, kranken und pflegebedürftigen Menschen der umliegenden Gemeinden.

Pastor Friedrich von Bodelschwingh aus Bethel begleitete und förderte das kleine Werk. Mit der Diakonisse Mathilde Kötter entsandte er eine Schwester, die mit großer Tatkraft und klarer Zielstrebigkeit für den Ausbau des Werkes und für die Lebensordnung der Sophienheim-Schwestern sorgte. So kam es 1887 zur Umwidmung als Waldecksches Diakonissenhaus Sophienheim.

Es war der Mangel an geeigneten Pflegekräften für das Landeskrankenhaus „Paulinen-Hospital“ in der Residenzstadt Arolsen, der zu dem Plan führte, einen Mutterhaus-Neubau für das weiterhin stark wachsende Diakonissenhaus in unmittelbarer Nähe des Hospitals zu errichten.

Die erste Protektorin, Fürstin Helene, stimmte diesem Plan zu und förderte ihn durch eine großzügige testamentarische Spende. Das neue Mutterhaus konnte 1893, fünf Jahre nach dem Tod der Fürstin, in Arolsen eingeweiht werden – die diakonische Arbeit begann.